Sartre lehnt alle Festlegungen darauf, was „der“ Mensch „eigentlich“ ist, ab. Aus seiner Sicht kann das niemand wirklich definieren, nicht einmal Gott (!). Natur, Kultur: Alles das ist für ihn „Essenzialismus“. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Der Mensch existiert zuerst und muss dann selbst festlegen, was er eigentlich sein will.
Ganz schön viel verlangt?
Literatur:
Jean-Paul Sartre: Der Existenzialismus ist ein Humanismus, übs. von Werner Bökenkamp und Hans Georg Brenner, Hamburg 2000 (bezahlter Link)
Jean-Paul Sartre: Das Sein und das Nichts. Versuch einer phänomenologischen Ontologie (= Philosophische Schriften Bd. 3), übs. von Hans Schöneberg, Hamburg 1993 (bezahlter Link)
Martin Suhr, Jean-Paul Sartre zur Einführung, Hamburg 2023 (bezahlter Link)