Category: Metaphysik

  • 100c (Jubiläum) Gott. Kant. Ende (der Welt).

    Im letzten Teil meines Podcast-Jubiläums geht es um drei Hörerfragen zur Metaphysik (im weitesten Sinne). 

    Erstens: Gibt es einen Punkt, an dem sich Religion, Wissenschaft und Philosophie treffen? Ich lese dazu Ronald Dworkin, bin aber nicht restlos überzeugt. Zweitens: Wie kann Gott das Leid zulassen? Kant macht mit der Frage kurzen Prozess und bietet anschließend trotzdem eine Lösung an (sort of…). Drittens: Was sagt Philosophie über das Ende der Welt? Auch hier fragen wir Kant, und der antwortet uns: Die Menschheit betrachtet sich selbst als eine Art Netflix-Serie.

    Viel Vergnügen!

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    Literatur:

    Ronald Dworkin, Religion ohne Gott, Berlin 3. Aufl. 2014 (bezahlter Link)

    Immanuel Kant, “Über das Misslingen aller philosophischen Versuche in der Theodizee”, in: Denken wagen, Ditzingen 7. Aufl. 2017, S. 37–59 (bezahlter Link)

    Immanuel Kant, “Das Ende aller Dinge”, ebd., S. 60–77

  • 62 Das Prinzip Verantwortung: Klimaethik (und Technikethik) mit Hans Jonas

    Die moderne Technik führt dazu, dass unser Handeln massive Folgen für die Menschen Jahrhunderte in der Zukunft haben kann. Beispiele dafür sind die Klimakrise oder auch die Risiken der Atomkraft. Hans Jonas war überzeugt, dass die traditionelle Ethik mit diesem Problem überfordert ist – damit meint er insbesondere Immanuel Kant und den kategorischen Imperativ. 

    In der heutigen Episode zeige ich, worin für Jonas das ethische Problem besteht und wie er es lösen will. Zuletzt ordne ich auch seine Position kritisch ein.

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    Literatur:

  • 19 Der Indeterminimsus als Rettungsversuch für den freien Willen

    Wenn alles vorherbestimmt ist und der freie Wille etwas nicht-Vorherbestimmtes wäre, dann könnte es ihn nicht geben. Soweit das Ergebnis der letzten Episode. 

    Aber vielleicht ist ja gar nicht alles vorherbestimmt. Das ist die Annahme des Indeterminismus – ein Ausweg für den freien Willen? In der heutigen Episode spiele ich einige Ideen durch, die vielleicht gegen den Determinismus sprechen. Ob sich damit der freie Wille retten lässt, ist allerdings nochmal eine ganz andere Frage…

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    Literatur:

    Peter Bieri, Das Handwerk der Freiheit. Über die Entdeckung des eigenen Willens

  • 18 Schachmatt für die Willensfreiheit? Determinismus und Inkompatibilismus

    In dieser Episode stelle ich das klassische Argument gegen die Willensfreiheit vor. Der Philosoph Arthur Schopenhauer hat es im 19. Jahrhundert ganz gut verständlich formuliert: Einerseits ist alles, was wir erleben, durch Ursachen bestimmt (Determinismus). Andererseits wäre der „freie“ Wille etwas, das nicht vorherbestimmt ist (Inkompatibilismus). Beides zusammen, sagt Schopenhauer, können wir nicht haben. 

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    Hier ist die im Podcast erwähnte Übersicht zum klassischen Argument für den Download (CC-BY-SA):

    Literatur

    Arthur Schopenhauer, Die zwei Grundprobleme der Ethik

  • 17 Willensfreiheit: Wo ist das Problem?

    Willensfreiheit ist ein heiß umstrittenes Thema in der Philosophie. Warum eigentlich? 

    In dieser Episode zeige ich, was alles von der Frage nach der Freiheit des Willens abhängt. Auf den ersten Blick geht es um (fast) alles: um Identität, Beziehung, ein geregeltes Zusammenleben und vielleicht sogar den Sinn des Lebens. Das alles könnte auf dem Spiel stehen.

    Außerdem werfen wir einen kritischen Seitenblick auf die sog. Libet-Experimente. Widerlegt die Hirnforschung die Willensfreiheit?

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  • 15 Baum ohne Zuschauer: Berkeley, Immaterialismus

    Der Philosoph George Berkeley (1685–1753) vertrat eine weitere Lösung des Leib-Seele-Problems: Er behauptete, dass nur der Geist „wirklich“ ist, nicht der Körper oder die Materie. Alles Materielle lässt sich zurückführen auf Geistiges. 

    Diese Idee klingt zunächst etwas merkwürdig, folgt aber direkt aus seinen Überlegungen zur Erkenntnistheorie. In dieser Episode spiele ich Berkeleys Ansatz kurz durch.

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  • 14 Auswege aus dem Bewusstseins-Problem: Thomas Nagel versus Thomas Metzinger

    Die Diskussion, ob wir rein materielle Wesen sind, ist natürlich nicht bei Descartes und La Mettrie stehen geblieben. In dieser Episode thematisiere ich zwei aktuelle Positionen aus der Debatte. 

    Thomas Nagel vertritt den Eigenschaftsdualismus. Er bestreitet den materialistischen Reduktionismus. Trotzdem existiert ihm zufolge nur eine Substanz, die Materie, die aber grundverschiedene Arten von Eigenschaften hat.   

    Eine Gegenposition vertritt Thomas Metzinger in seinem Buch „Der Ego-Tunnel“.  Dort entwickelt er eine systematische Beschreibung des Bewusstseins aus materialistischer Perspektive. Das „Selbst“ ist ihm zufolge eine komplexe Simulation, die sich im Bewusstsein in mehreren Stufen vollzieht.

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    Literatur:

    Thomas Nagel, Was bedeutet das alles?

    Thomas Nagel, Geist und Kosmos

    Thomas Metzinger, Der Ego-Tunnel. Eine neue Philosophie des Selbst: Von der Hirnforschung zur Bewusstseinsethik

  • 12 Rätselhafte Schokolade: Grenzen des Materialismus

    Eine zentrale Herausforderung für den Materialismus besteht in der Frage, ob Geistiges wirklich auf Materielles zurückgeführt werden kann. Thomas Nagel, ein entschiedener Kritiker dieser Auffassung, hat die These vertreten, dass man „von außen“ niemals das erfassen kann, was in einem Bewusstsein „von innen“ vorgeht. 

    Besonders bekannt ist in diesem Zusammenhang Frank Jacksons Gedankenexperiment „Marys Zimmer“ – wobei die Philosophie inzwischen gar nicht mehr sicher ist, was genau dieses Experiment eigentlich zeigt…

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  • 11 Das materialistische Menschenbild nach La Mettrie

    Der französische Arzt und Philosoph Julien Offray de La Mettrie lebte in einer Zeit der großen wissenschaftlichen Entdeckungen: Der gesamte Kosmos, so schien es seit Newton, lässt sich allein durch Gesetze von Materie und Bewegung erklären – also auch der Mensch. Alles, was wir „Seele“ nennen, will der Materialist re-duzieren (das heißt: zurück-führen) auf Körperliches, also Materie. 

    Wie das funktionieren soll und was für den Materialismus spricht, skizziere ich in dieser Episode.

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    Literatur:

    Julien Offray de LaMettrie: Die Maschine Mensch

  • 10 Descartes zwischen den Stühlen: Schwierigkeiten des Dualismus

    Zu den zentralen Schwierigkeiten des Leib-Seele-Dualismus gehört die Frage, wie Geistiges und Materielles zusammenhängen können, wenn beides doch angeblich verschiedene Substanzen sind. 

    In dieser Episode geht es um einige der zentralen Einwände gegen Descartes. Es stellt sich heraus: die Sache mit der „Existenz“ des Denkens ist geradezu deprimierend kompliziert…

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