Category: Freiheit

  • 24 Platon Teil 1: Ein aufgeräumtes Leben

    Für Platon ist ein Leben dann gelungen, wenn es Gerechtigkeit verkörpert. Ein interessanter, aber schwieriger Gedanke: Wie kann es innerhalb eines einzigen Menschen „Gerechtigkeit“ geben?

    Diese Episode stellt Platons zentrale Idee vor: Er entdeckt im menschlichen Selbst („Seele“) drei verschiedene Teile, die gegen- oder miteinander spielen können. Die Frage lautet dann: Wie gut sind diese Teile in deinem Leben ausbalanciert?

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    Literatur:

    Platon, Politeia (Der Staat)

    (Film:) Die Bestimmung

  • 21 Strafrecht, Determinismus und Verantwortung

    Können wir noch verantwortlich gemacht werden für unsere Entscheidungen, wenn diese in Wahrheit vorherbestimmt werden? Wenn wir gar nicht anders entscheiden können – sollten wir dann noch für Verbrechen bestraft werden? Wäre das sinnvoll? Und wäre das fair? Um diese Fragen geht es – in aller Kürze – in der heutigen Episode, mit der ich die Einheit „Willensfreiheit“ abschließe.

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  • 20 Kompatibilismus: Peter Bieri, “Das Handwerk der Freiheit”

    Für den schweizer Philosophen Peter Bieri beruht das Argument gegen die Willensfreiheit aus Folge #18 auf einem Missverständnis. Frei zu entscheiden heißt eben nicht, dass Entscheidungen aus dem Nichts herausspringen. Es hat aber sehr viel mit unseren Urteilen zu tun. 

    Stimmt das? Was genau erleben wir eigentlich wirklich, wenn wir eine Entscheidung treffen, die sich „frei“ anfühlt? Darum geht es in der heutigen Episode, in der ich einige Grundgedanken aus dem Buch Das Handwerk der Freiheitvorstelle. Wenn Bieri Recht hat, dann ist Freiheit nämlich etwas, das man regelrecht lernen und üben kann.

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    Literatur:

    Peter Bieri, Das Handwerk der Freiheit. Über die Entdeckung des eigenen Willens

  • 19 Der Indeterminimsus als Rettungsversuch für den freien Willen

    Wenn alles vorherbestimmt ist und der freie Wille etwas nicht-Vorherbestimmtes wäre, dann könnte es ihn nicht geben. Soweit das Ergebnis der letzten Episode. 

    Aber vielleicht ist ja gar nicht alles vorherbestimmt. Das ist die Annahme des Indeterminismus – ein Ausweg für den freien Willen? In der heutigen Episode spiele ich einige Ideen durch, die vielleicht gegen den Determinismus sprechen. Ob sich damit der freie Wille retten lässt, ist allerdings nochmal eine ganz andere Frage…

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    Literatur:

    Peter Bieri, Das Handwerk der Freiheit. Über die Entdeckung des eigenen Willens

  • 18 Schachmatt für die Willensfreiheit? Determinismus und Inkompatibilismus

    In dieser Episode stelle ich das klassische Argument gegen die Willensfreiheit vor. Der Philosoph Arthur Schopenhauer hat es im 19. Jahrhundert ganz gut verständlich formuliert: Einerseits ist alles, was wir erleben, durch Ursachen bestimmt (Determinismus). Andererseits wäre der „freie“ Wille etwas, das nicht vorherbestimmt ist (Inkompatibilismus). Beides zusammen, sagt Schopenhauer, können wir nicht haben. 

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    Hier ist die im Podcast erwähnte Übersicht zum klassischen Argument für den Download (CC-BY-SA):

    Literatur

    Arthur Schopenhauer, Die zwei Grundprobleme der Ethik

  • 17 Willensfreiheit: Wo ist das Problem?

    Willensfreiheit ist ein heiß umstrittenes Thema in der Philosophie. Warum eigentlich? 

    In dieser Episode zeige ich, was alles von der Frage nach der Freiheit des Willens abhängt. Auf den ersten Blick geht es um (fast) alles: um Identität, Beziehung, ein geregeltes Zusammenleben und vielleicht sogar den Sinn des Lebens. Das alles könnte auf dem Spiel stehen.

    Außerdem werfen wir einen kritischen Seitenblick auf die sog. Libet-Experimente. Widerlegt die Hirnforschung die Willensfreiheit?

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  • 16 Freiheit (Einführung): Handlungs- und Willensfreiheit

    Sind wir „frei“? Das ist in eine in der Philosophie besonders beliebte Frage. Damit verbindet sich natürlich sofort die Frage, was „Freiheit“ überhaupt bedeutet.

    In dieser Episode führe ich in den dritten Themenblock dieses Podcasts ein und erkläre zunächst die grundlegende Unterscheidung zwischen Handlungs- und Willensfreiheit. Spoiler: Willensfreiheit ist der vielleicht der interessantere Begriff – er ist aber auch viel schwieriger zu definieren.

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  • 07 Wer hat Angst vorm „Gender-Wahn“? Exkurs zu Judith Butler

    Können wir die Rolle als Frau oder Mann wirklich abstreifen? Diese Frage blieb in der letzten Episode offen – und sie ist ein Ausgangspunkt für Judith Butler, eine der bekanntesten (und umstrittensten!) Theoretikerinnen der aktuellen Gendertheorie.

    In dieser Episode stelle ich ihre Position vor und gehe der Frage nach, warum der Begriff „Gender“ eigentlich so ein Aufreger-Thema ist. 

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    Literatur:

    Judith Butler, Das Unbehagen der Geschlechter, Frankfurt./M. 1991 (bezahlter Link)

    Andreas Lebert und Kathrin Zeug: “Es ist eine Frage der Zeit, bis wir bei der Geburt kein Geschlecht mehr zugewiesen bekommen” [Interview mit Lann Hornscheidt], in: DIE ZEIT, 20.6. 2016

  • 06 Was ist eine „richtige“ Frau? Das Geschlechterverhältnis nach Simone de Beauvoir

    Zum Abschluss des Themenblocks „Natur und Kultur“ geht es um ein konkretes Beispiel: die Einteilung der Menschen in Männlein und Weiblein. Wer macht diese Einteilung und was macht sie mit uns?

    Wir fragen nochmals kurz Dawkins und Gehlen. Anschließend wenden wir uns Simone de Beauvoirs existenzialistischer Antwort zu, die erklärt, warum die Frau in der Vergangenheit immer das untergeordnete, „das Andere Geschlecht“ gewesen ist.

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    Literatur

    Simone de Beauvoir: Das andere Geschlecht. Sitte und Sexus der Frau, übs. von Uli Aumüller und Grete Osterwald, Hamburg 2000

    Kate Kirkpatrick: Simone de Beauvoir. Ein modernes Leben, München 2020 (bezahlter Link)

  • 05 Zur Freiheit verurteilt: Jean-Paul Sartre, Existenzialismus

    Sartre lehnt alle Festlegungen darauf, was „der“ Mensch „eigentlich“ ist, ab. Aus seiner Sicht kann das niemand wirklich definieren, nicht einmal Gott (!). Natur, Kultur: Alles das ist für ihn „Essenzialismus“. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Der Mensch existiert zuerst und muss dann selbst festlegen, was er eigentlich sein will.

    Ganz schön viel verlangt?

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    Literatur:

    Jean-Paul Sartre: Der Existenzialismus ist ein Humanismus, übs. von Werner Bökenkamp und Hans Georg Brenner, Hamburg 2000 (bezahlter Link)

    Jean-Paul Sartre: Das Sein und das Nichts. Versuch einer phänomenologischen Ontologie (= Philosophische Schriften Bd. 3), übs. von Hans Schöneberg, Hamburg 1993 (bezahlter Link)

    Martin Suhr, Jean-Paul Sartre zur Einführung, Hamburg 2023 (bezahlter Link)