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  • 112 John Rawls‘ Gerechtigkeitstheorie 4: Faire Chancengleichheit

    In jeder Gesellschaft wird es unterschiedliche Positionen geben: Die einen stehen „oben“, die anderen weiter „unten“. Positionen sind ungleich verteilt. John Rawls erklärt: Das ist nur dann gerecht, wenn alle eine faire Chance haben, in höhere Positionen zu kommen. 

    Was genau eine „faire Chance“ ist, das betrachten wir in dieser Episode. Wir werfen einen Blick aufs Gender Pay Gap – zählt der „bereinigte“ oder der „unbereinigte“ und warum? Und wir fragen uns, wie fair das Schulsystem in Deutschland aufgestellt ist (Spoiler: nicht sehr fair).

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    Literatur / Quellen:

    John Rawls, Eine Theorie der Gerechtigkeit, Frankfurt/M. 1975 (bezahlter Link)

    Marcel Fratzscher, “Wer wirklich Leistung will, muss Bildung endlich anders finanzieren“, in: ZEIT online 6.11.2026 

    Statistisches Bundesamt, “Gender Pay Gap”, in: destasis.de

  • 111 John Rawls‘ Gerechtigkeitstheorie 3: Differenzprinzip

    Eine gerechte Gesellschaft gibt allen Mitgliedern die gleiche, für alle maximal mögliche Freiheit. Das war John Rawls‘ erster Grundsatz, siehe letzte Episode. Aber wie sollten wir Güter und Ämter verteilen? Wer bekommt wie viel und wer darf wie viel bestimmen? 

    Gibt es „gerechte“ Ungleichheiten? Warum? Und wie groß dürfen diese Ungleichheiten sein? Um diese Fragen geht es in Rawls‘ Differenzprinzip, das wir in der heutigen Episode untersuchen. 

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    Literatur (bezahlte Links)

    John Rawls, Eine Theorie der Gerechtigkeit, Frankfurt/M. 1975

  • 110 John Rawls‘ Gerechtigkeitstheorie 2: Freiheitsgrundsatz

    Wenn du nicht wüsstest, wer du in der Gesellschaft sein wirst – was wäre die allererste Regel, die du dieser Gesellschaft vorher geben würdest? Also hinter dem „Schleier des Nicht-Wissens“? (siehe letzte Episode)

    Rawls antwortet: Der allererste Artikel einer gerechten Gesellschaft ist der Freiheitsgrundsatz. Was da ganz genau drin steht und warum es drin steht, darum geht es in der heutigen Episode. Dabei stoßen wir auf das Problem der Toleranz gegen Intoleranz: Darf man Parteien verbieten? Rawls hat auch dazu einige Argumente parat.  

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    Literatur: (bezahlte Links)

    John Rawls, Eine Theorie der Gerechtigkeit, Frankfurt/M. 1975

  • 109 John Rawls‘ Gerechtigkeitstheorie 1: Schleier des Nicht-Wissens

    Wie kommen wir zu „gerechten“ Regeln für die Gesellschaft? Das ist die zentrale Frage in John Rawls „Theorie der Gerechtigkeit“ (1971). Und seine Antwort baut auf einem berühmten Gedankenexperiment auf, dem Schleier des Nicht-Wissens.

    Wie dieses Gedankenexperiment funktioniert und warum es die Antwort auf die Frage sein soll, darum geht es in der heutigen Episode. 

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    Literatur (bezahlte Links):

    John Rawls, Eine Theorie der Gerechtigkeit, Frankfurt/M. 1975

  • 108 Ist Gerechtigkeit „subjektiv“?

    Leider ist es wahnsinnig schwierig, sich über Gerechtigkeit einig zu werden. Jede und jeder findet anscheinend etwas anderes „gerecht“, je nachdem, wie unser eigenes Leben so aussieht. Sollten wir das Thema dann nicht einfach abkürzen und feststellen, dass es so etwas wie „objektive“ Gerechtigkeit nun mal gar nicht gibt? Ist Gerechtigkeit also „subjektiv“?

    In der heutigen Episode spiele ich diese These durch, die wir in ähnlicher Form auch schon aus der Ethik kennen. Dass Gerechtigkeit „subjektiv“ ist, kann man zwar leicht behaupten – aber dadurch wird am Ende nichts wirklich leichter.

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  • 107 Gleichheit, Leistung, Bedarf: Verteilungsprinzipien unter der Lupe

    In der vergangenen Episode haben wir drei Prinzipien kennengelernt, die eine Verteilung vielleicht „gerecht“ machen: Gleichheit, Leistung und Bedarf. In der heutigen Episode spiele ich alle drei Prinzipien gedanklich durch. Es stellt sich heraus: So richtig „perfekt“ ist keins davon. 

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  • Kant im Trekkieversum

    Mein Hörer Thorsten aus Bremen hat mithilfe von KI diesen köstlichen Kant-(Spock-)Comic generiert, den ich euch nicht vorenthalten wollte. (vgl Episoden #40–46)

  • 106 Was ist eine gerechte Verteilung? (Einführung)

    In dieser Episode schlage ich ein neues Kapitel auf: Verteilungsgerechtigkeit.

    Es gibt Kuchen!

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  • 105 Michael Walzer über das Recht im Krieg (Krieg und Konflikt 4)

    Krieg bedeutet die Vernichtung von menschlichem Leben, er ist gigantisches Unrecht. Und genau deswegen brauchen wir moralische Maßstäbe, was im Krieg erlaubt und verboten ist – das behauptet jedenfalls die Lehre vom „gerechten Krieg“ und Michael Walzer, einer ihrer modernen Vertreter. In seinem Buch Just and Unjust Wars argumentiert er für eine strikte Unterscheidung zwischen Kombattanten und Nicht-Kombattanten (also: Zivilisten). 

    Aber selbst wenn diese Unterscheidung total einleuchtend ist – und selbst wenn man sie in der Praxis wirklich treffen könnte: Wie gut ist sie philosophisch begründet? Darum geht es in der heutigen Episode. Und es ist, wie immer: kompliziert. 

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    Literatur:

    Michael Walzer, Just and Unjust Wars. A Moral Argument with Historical Illustrations, New York (5. Aufl.) 2015 (bezahlter Link)

    Seth Lazar: “War“, in: Stanford Encyclopedia of Philosophy (2020)

  • 104 Michael Walzer über das Recht zum Krieg (Krieg und Konflikt 3)

    Wer angegriffen wird, darf sich verteidigen. Und im Ernstfall dürfen Staaten dazu auch Gewalt anwenden. Diese These vertritt jedenfalls Michael Walzer in seinem Klassiker „Gibt es den gerechten Krieg?“ (orig.: Just and Unjust Wars). 

    Gewalt zwischen Privatpersonen und Gewalt zwischen Staaten ist nämlich in vielen Punkten vergleichbar. Es gibt aber auch Unterschiede, und die haben wiederum ethische Konsequenzen. In dieser Episode stelle ich Walzers Ansatz vor und ordne ihn kritisch ein. Eine Episode über das Recht im Krieg folgt später. 

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    Literatur: (bezahlte Links)

    Michael Walzer, Just and Unjust Wars. A Moral Argument with Historical Illustrations, New York (5. Aufl.) 2015