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  • 109 John Rawls‘ Gerechtigkeitstheorie 1: Schleier des Nicht-Wissens

    Wie kommen wir zu „gerechten“ Regeln für die Gesellschaft? Das ist die zentrale Frage in John Rawls „Theorie der Gerechtigkeit“ (1971). Und seine Antwort baut auf einem berühmten Gedankenexperiment auf, dem Schleier des Nicht-Wissens.

    Wie dieses Gedankenexperiment funktioniert und warum es die Antwort auf die Frage sein soll, darum geht es in der heutigen Episode. 

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  • 108 Ist Gerechtigkeit „subjektiv“?

    Leider ist es wahnsinnig schwierig, sich über Gerechtigkeit einig zu werden. Jede und jeder findet anscheinend etwas anderes „gerecht“, je nachdem, wie unser eigenes Leben so aussieht. Sollten wir das Thema dann nicht einfach abkürzen und feststellen, dass es so etwas wie „objektive“ Gerechtigkeit nun mal gar nicht gibt? Ist Gerechtigkeit also „subjektiv“?

    In der heutigen Episode spiele ich diese These durch, die wir in ähnlicher Form auch schon aus der Ethik kennen. Dass Gerechtigkeit „subjektiv“ ist, kann man zwar leicht behaupten – aber dadurch wird am Ende nichts wirklich leichter.

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  • 107 Gleichheit, Leistung, Bedarf: Verteilungsprinzipien unter der Lupe

    In der vergangenen Episode haben wir drei Prinzipien kennengelernt, die eine Verteilung vielleicht „gerecht“ machen: Gleichheit, Leistung und Bedarf. In der heutigen Episode spiele ich alle drei Prinzipien gedanklich durch. Es stellt sich heraus: So richtig „perfekt“ ist keins davon. 

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  • Kant im Trekkieversum

    Mein Hörer Thorsten aus Bremen hat mithilfe von KI diesen köstlichen Kant-(Spock-)Comic generiert, den ich euch nicht vorenthalten wollte. (vgl Episoden #40–46)

  • 106 Was ist eine gerechte Verteilung? (Einführung)

    In dieser Episode schlage ich ein neues Kapitel auf: Verteilungsgerechtigkeit.

    Es gibt Kuchen!

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  • 105 Michael Walzer über das Recht im Krieg (Krieg und Konflikt 4)

    Krieg bedeutet die Vernichtung von menschlichem Leben, er ist gigantisches Unrecht. Und genau deswegen brauchen wir moralische Maßstäbe, was im Krieg erlaubt und verboten ist – das behauptet jedenfalls die Lehre vom „gerechten Krieg“ und Michael Walzer, einer ihrer modernen Vertreter. In seinem Buch Just and Unjust Wars argumentiert er für eine strikte Unterscheidung zwischen Kombattanten und Nicht-Kombattanten (also: Zivilisten). 

    Aber selbst wenn diese Unterscheidung total einleuchtend ist – und selbst wenn man sie in der Praxis wirklich treffen könnte: Wie gut ist sie philosophisch begründet? Darum geht es in der heutigen Episode. Und es ist, wie immer: kompliziert. 

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    Literatur:

    Michael Walzer, Just and Unjust Wars. A Moral Argument with Historical Illustrations, New York (5. Aufl.) 2015

    Seth Lazar: “War“, in: Stanford Encyclopedia of Philosophy (2020)

  • 104 Michael Walzer über das Recht zum Krieg (Krieg und Konflikt 3)

    Wer angegriffen wird, darf sich verteidigen. Und im Ernstfall dürfen Staaten dazu auch Gewalt anwenden. Diese These vertritt jedenfalls Michael Walzer in seinem Klassiker „Gibt es den gerechten Krieg?“ (orig.: Just and Unjust Wars). 

    Gewalt zwischen Privatpersonen und Gewalt zwischen Staaten ist nämlich in vielen Punkten vergleichbar. Es gibt aber auch Unterschiede, und die haben wiederum ethische Konsequenzen. In dieser Episode stelle ich Walzers Ansatz vor und ordne ihn kritisch ein. Eine Episode über das Recht im Krieg folgt später. 

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    Literatur:

    Michael Walzer, Just and Unjust Wars. A Moral Argument with Historical Illustrations, New York (5. Aufl.) 2015

  • 103 Krieg und Konflikt 2: Pazifismus

    Wie sollen wir uns gegen Gewalt wehren? Dass wir uns irgendwie verteidigen müssen, ist anscheinend klar. Aber wie viel Gewalt dürfen wir selbst dabei anwenden? 

    Der Pazifismus behauptet: am besten gar keine. Gewalt macht die Welt schlechter. Bertrand Russell entwickelt darum das Konzept vom „passiven Widerstand“. Wie das aussehen könnte und wie gut das in der Praxis funktionieren könnte – darum geht es in der heutigen Episode. Am Rande lesen wir auch Olaf Müller, der sich gegen Waffenlieferungen an die Ukraine ausspricht.

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    Literatur:

    Literatur

    Bertrand Russell, “Passiver Widerstand”, in: Krieg. Philosophische Texte von der Antike bis zur Gegenwart, hrsg. von Michael Czelinski und Jürgen Stenzel, Stuttgart 2004, S. 94–98

    Olaf Müller, “Massive Aufrüstung? Besser wäre ziviler Widerstand”, in: Der Spiegel 24.6. 2025, Link

  • 102  Krieg und Konflikt 1: Einführung

    Krieg ist eine gigantische Sammlung von Leid und Unrecht. Da sind sich die allermeisten Menschen einig, auch in der Philosophie. Viel besser wäre es, die Staaten könnten ihre Angelegenheiten friedlich regeln, so wie Kant sich das vorgestellt hat (vgl. Episode #83). 

    Leider sieht die Wirklichkeit aber (noch) anders aus. Wie sollen wir auf Gewalt reagieren? Um diese Frage geht es in meiner kleinen Mini-Serie zu Krieg und Konflikt. In der heutigen Episode stelle ich zwei Grundpositionen vor: Den Pazifismus und die Lehre vom „gerechten Krieg“. In den nächsten zwei Episoden werden wir uns beide Seiten genauer ansehen. 

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    Literatur:

    Carl von Clausewitz, “Was ist der Krieg?”, in: Vom Kriege, hrsg. von Ulrich Marwedel, Stuttgart 1980

    Thomas von Aquin, “Über das Erlaubtsein des Krieges”, in: Summa theologica II.II

    Ernst Tugendhat, “Pazifismus und berechtigter Krieg”, in: H.-L. Ollig (Hrsg.), Philosophie als Zeitdiagnose. Ansätze der deutschen Gegenwartsphilosophie, Darmstadt 1991

    (alle abgedruckt in Krieg. Philosophische Texte von der Antike bis zur Gegenwart, hrsg. von Michel Czelinski und Jürgen Stenzel, Stuttgart 2004)

    Seth Lazar, “War”, in: Stanford Encyclopedia of Philosophy (Link)

  • 101 Hannah Arendt über Macht und Gewalt

     „Macht“ und „Gewalt“ sind Schlüsselbegriffe der Staatstheorie. Und auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob beide das gleiche beschreiben: Gewalt wäre dann sozusagen die „konkrete“ Form von Macht. 

    Hannah Arendt sieht das ganz anders: Gewalt und Macht sind zwei Paar Schuhe, sie sind gewissermaßen sogar Gegensätze. Warum das so ist und was daraus folgt, das zeige ich in dieser Episode. 

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    Literatur:

    Hannah Arendt, Macht und Gewalt, München 1970, NA 2024 (bezahlter Link)