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  • 55 Peter Singer über Infantizid

    Welches Lebensrecht haben eigentlich Neugeborene? Was sollen wir mit Kindern tun, die so schwer geschädigt auf die Welt kommen, dass sie ohnehin schlechte Lebenschancen haben? Mit diesen Fragen hat sich Peter Singer sehr eingehend beschäftigt. In der heutigen Episode zur angewandten Ethik stelle ich seine Argumentation kurz vor und ordne sie kritisch ein. 

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    Literatur:

  • 54 Schwangerschaftsabbruch 3: Thomsons kranker Geiger

    In den bisherigen Episoden zum Thema Abtreibung haben wir uns vor allem mit der Frage beschäftigt, ob ein menschlicher Fötus dieselben Lebensrechte hat wie ein erwachsener Mensch. Wenn ja, dann schien das ja dagegen zu sprechen, dass Schwangerschaften abgebrochen werden dürfen – oder? 

    Judith Jarvis Thomson hat in ihrem wegweisenden Aufsatz „A Defense of Abortion“ gegen diesen Zusammenhang argumentiert: Ihr zufolge begründet kein noch so klares Recht auf Leben das Recht auf den Körper einer anderen Person. 

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    Literatur:

    Judith Jarvis Thomson, “A Defense of Abortion“, in: Philosophy and Public Affairs 1/1 (1971), S. 47–66

  • 53 Schwangerschaftsabbruch 2 – SKIP-Argumente vs Peter Singer

    Der Ethiker Peter Singer hält Abtreibungen in sehr vielen Fällen für unproblematisch, siehe die letzte Episode. Es gibt aber auch Argumente für den Schutz des menschlichen Embryos oder Fötus. Die bekanntesten vier sind die „SKIP-Argumente“, benannt nach den Anfangsbuchstaben: Spezies, Kontinuität, Identität, Potenzialität. Sie versuchen zu zeigen, dass die Lebensrechte erwachsener Menschen aus bestimmten Gründen auch für die ersten Phasen des menschlichen Lebewesens gelten müssen. 

    In dieser Episode stelle ich alle vier Argumente kurz vor (leider in der falschen Reihenfolge, das ist mir erst nachher aufgefallen…). Außerdem konfrontiere ich sie mit einer Replik (Antwort) aus der Sicht Peter Singers. 

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    Literatur:

  • 52 Schwangerschaftsabbruch 1: Einführung; Peter Singers Position

    In dieser Episode geht es um ein sehr kontroverses und emotional aufgeladenes Thema: Schwangerschaftsabbrüche. Ich beginne mit einer ganzen Reihe von (notwendigen!) Vorbemerkungen. Danach stelle ich Peter Singers zentralen Gedankengang zum Thema „Abtreibung“ vor. Weitere Aspekte (auch: Gegenargumente) werden in den nächsten Episoden folgen.

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    Literatur:

  • 51 Tierethik ­– der lange Abschied vom Steak 

    Ethik bedeutet für Peter Singer, dass gleiche Interessen auch gleiches Gewicht haben müssen. Wenn das stimmt, dann ist unsere Fleischproduktion ein massives Unrecht: Tiere wollen genauso wenig gequält werden wie wir. Wenn wir ihre Interessen einfach übersehen, sind wir: „Speziesisten“. Was es damit auf sich hat, erkläre ich in dieser Episode zur angewandten Ethik.

    Als Gegenposition ziehen wir Immanuel Kant heran. Seine Ethik räumt Tieren tendenziell deutlich weniger Rechte ein als Menschen.

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    Literatur:

  • 50 Peter Singer – Personen und das Recht auf Leben

    Auf der Welt gibt es ziemlich viele lebendige Wesen – anscheinend haben aber nicht alle dasselbe Recht auf ihr Leben. Pflanzen haben vermutlich ziemlich wenig Rechte, erwachsene Menschen dagegen ziemlich viele. Aber was ist mit Tieren, mit menschlichen Embryonen und so weiter? Wer hat wieviel Recht auf Leben und warum überhaupt?

    Um solche Fragen geht es in Peter Singers Buch Praktische Ethik. In dieser Episode stelle ich seinen Personen-Begriff vor, der zentrale Bedeutung für Singers Ethik hat. Gleichzeitig schlage ich damit die Brücke von der Allgemeinen Ethik (Episoden #29–49) in die angewandte Ethik. 

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    Literatur:

    Peter Singer, Praktische Ethik

  • 49 Allgemeine Ethik – eine viel zu kurze Zusammenfassung

    In dieser Episode fasse ich die letzten 20 Einheiten zur Ethik zusammen und gehe abschließend nochmals auf Stärken und Schwächen aller behandelten Positionen ein: Kulturrelativismus, Aristoteles, Bentham, Kant, Schopenhauer. 

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    Literatur:

    Michael Quante, Einführung in die Allgemeine Ethik

  • 48 Eine Runde Mitleid. Exkurs zur Ethik Arthur Schopenhauers

    Im Zentrum von Arthur Schopenhauers Ethik steht ein Gefühl: Das Mitleid. Über die Theorie der Moral zu fachsimpeln ist Schopenhauer zu wenig: Wir müssen Menschen auch dazu kriegen, moralisch zu handeln. Und das, sagt er, funktioniert nur über Gefühle. 

    In dieser Episode skizziere ich kurz, was mit „Mitleid“ gemeint ist und diskutiere Vorteile und Nachteile dieser Ethik.

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    Literatur:

    Arthur Schopenhauer, Über die Freiheit des menschlichen Willens / Über die Grundlage der Moral

  • 47 Wieviel Menschenwürde darf’s denn sein? Kants Menschheitszweckformel in der Kritik

    Immanuel Kants Begründung für die Menschenwürde hat gleich zwei Vorteile: Sie ist philosophisch genau durchdacht und macht gleichzeitig ziemlich konkrete Vorgaben für die Praxis. Wenn sie wirklich funktioniert, dann ermöglicht sie uns ein Leben in Frieden und Freiheit. 

    Aber wie weit trägt dieses Konzept eigentlich? Haben überhaupt genügend Leute Würde, wenn wir Kant folgen? Oder vielleicht sogar zu viele?

    (CN Gewalt) In dieser Episode diskutiere ich unter anderem den Fall „Jakob von Metzler“ von 2002: Durfte die Polizei einem Menschen Folter androhen, um ein Menschenleben zu retten? Der Fall geht unter die Haut – und verlangt uns ethisch wirklich alles ab. 

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    Literatur:

    Michael Sandel, Justice: Torture and human dignity

  • 46 Kants Ethik 7: Herleitung der Menschenwürde aus dem kategorischen Imperativ

    Es gibt ein paar „rote Linien“, die sich viele für die Ethik wünschen – zum Beispiel die „Menschenwürde“. Wir dürfen Menschen anscheinend nicht wie Sachen behandeln. Das wäre „entwürdigend“, oder auch: „menschen-verachtend“.

    Aber warum? Was genau ist die Menschenwürde und, vor allem: Wie kann man sie begründen? Dazu hat Immanuel Kant einiges zu sagen. Eine Version des kategorischen Imperativs ist die „Menschheitszweckformel“, die ich in der heutigen Episode erkläre. 

    Kants Texte sind hier sehr dicht und anspruchsvoll – aber mit dem Vorwissen aus den letzten Episoden lassen sie sich auf jeden Fall entschlüsseln.

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    Literatur:

    Immanuel Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten

    Doku: “Europas dreckige Ernte” (BR)