Category: Utilitarismus

  • 109 John Rawls‘ Gerechtigkeitstheorie 1: Schleier des Nicht-Wissens

    Wie kommen wir zu „gerechten“ Regeln für die Gesellschaft? Das ist die zentrale Frage in John Rawls „Theorie der Gerechtigkeit“ (1971). Und seine Antwort baut auf einem berühmten Gedankenexperiment auf, dem Schleier des Nicht-Wissens.

    Wie dieses Gedankenexperiment funktioniert und warum es die Antwort auf die Frage sein soll, darum geht es in der heutigen Episode. 

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  • 100b (Jubiläum) All you can Ethik

    Zu meiner 100. Episode gab es einen bunten Strauß an Einsendungen. Vielen Dank! In der heutigen Episode habe ich Fragen zur Ethik gebündelt: Gibt es eine Pflicht, Andere zu „Ertragen“? Welche Rolle spielt unser Gewissen? Was ist ein wirksames Argument? Wie viele Arten Utilitarismus gibt es? 

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    Literatur: (bezahlte Links)

    Arthur Schopenhauer, Die Kunst, Recht zu behalten, Berlin 2012 (bezahlter Link)

    Peter Singer, Praktische Ethik, Stuttgart NA 1994 (bezahlter Link)

  • 77 Strafzwecktheorien 2/2: Individualprävention, Generalprävention

    Während die Vergeltungstheorie behauptet, dass Strafen ein vergangenes Unrecht sozusagen wieder „ausbügeln“, schauen Präventionstheorien in die Zukunft. Sie wollen – grob gesagt –  eine Gesellschaft erreichen, in der weniger Straftaten passieren. Dabei gibt es zwei Grundrichtungen: die Individualprävention und die Generalprävention.

    Der erste Ansatz behauptet: Die Strafe soll dafür sorgen, dass die einzelne Täterin sich „bessert“, vielleicht sogar in die Gesellschaft zurück integriert wird, Stichwort: Resozialisierung. Der zweite Ansatz behauptet: die Strafe soll „generell“ möglichst viele Menschen davon abhalten, kriminell zu werden, Stichwort: Abschreckung. 

    In der heutigen Episode stelle ich beide Konzepte vor, spiele sie gedanklich durch und ordne sie philosophisch ein. Außerdem überprüfen wir sie natürlich auf Chancen und Grenzen.

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    Literatur:

    Norbert Hoerster, Muss Strafe sein? München 2012

  • 59 Singer über Flüchtlinge

    Das Thema der heutigen Episode hat in den letzten Jahren für viel Streit in Deutschland gesorgt: Es geht um Flüchtlinge. Haben wir Verpflichtungen gegenüber Menschen, die in ihrem eigenen Land nicht leben können? Wenn ja, welche und warum? 

    Peter Singer hat – wie so oft – eine sehr klare Haltung hierzu, die in engem Zusammenhang mit dem Rest der Praktischen Ethik steht. 

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    Literatur:

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  • 58 Sterbehilfe 3: Singers Position

    Ethik bedeutet für Singer, Interessen abzuwägen. Das Leben von Personen ist zu schützen, weil ihre Interessen daran hängen. Aber wenn eine Person gar keine Interesse mehr hat zu leben – was dann? Singer antwortet: Genau dann hat eine Person auch das Recht zu sterben. 

    Aus dem Utilitarismus folgt, dass alle Formen der Sterbehilfe zumindest in vielen „klaren“ Fällen moralisch erlaubt sind. In der heutigen Episode zeige ich genauer, warum das so ist. Dabei gehen wir auch auf ein BGH-Urteil von 2010 ein, sowie auf das „Dammbruch-Argument“, das häufig gegen eine Legalisierung der Sterbehilfe vorgebracht wird.

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    Literatur:

    SWR: “25. Juni 2010 – BGH entscheidet über Passive Sterbehilfe, Stichtag (Link)

    Bundesgerichtshof, Urteil 2 StR 454-09 (Link)

  • 55 Peter Singer über Infantizid

    Welches Lebensrecht haben eigentlich Neugeborene? Was sollen wir mit Kindern tun, die so schwer geschädigt auf die Welt kommen, dass sie ohnehin schlechte Lebenschancen haben? Mit diesen Fragen hat sich Peter Singer sehr eingehend beschäftigt. In der heutigen Episode zur angewandten Ethik stelle ich seine Argumentation kurz vor und ordne sie kritisch ein. 

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    Literatur:

  • 54 Schwangerschaftsabbruch 3: Thomsons kranker Geiger

    In den bisherigen Episoden zum Thema Abtreibung haben wir uns vor allem mit der Frage beschäftigt, ob ein menschlicher Fötus dieselben Lebensrechte hat wie ein erwachsener Mensch. Wenn ja, dann schien das ja dagegen zu sprechen, dass Schwangerschaften abgebrochen werden dürfen – oder? 

    Judith Jarvis Thomson hat in ihrem wegweisenden Aufsatz „A Defense of Abortion“ gegen diesen Zusammenhang argumentiert: Ihr zufolge begründet kein noch so klares Recht auf Leben das Recht auf den Körper einer anderen Person. 

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    Literatur:

    Judith Jarvis Thomson, “A Defense of Abortion“, in: Philosophy and Public Affairs 1/1 (1971), S. 47–66

  • 53 Schwangerschaftsabbruch 2 – SKIP-Argumente vs Peter Singer

    Der Ethiker Peter Singer hält Abtreibungen in sehr vielen Fällen für unproblematisch, siehe die letzte Episode. Es gibt aber auch Argumente für den Schutz des menschlichen Embryos oder Fötus. Die bekanntesten vier sind die „SKIP-Argumente“, benannt nach den Anfangsbuchstaben: Spezies, Kontinuität, Identität, Potenzialität. Sie versuchen zu zeigen, dass die Lebensrechte erwachsener Menschen aus bestimmten Gründen auch für die ersten Phasen des menschlichen Lebewesens gelten müssen. 

    In dieser Episode stelle ich alle vier Argumente kurz vor (leider in der falschen Reihenfolge, das ist mir erst nachher aufgefallen…). Außerdem konfrontiere ich sie mit einer Replik (Antwort) aus der Sicht Peter Singers. 

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    Literatur:

  • 52 Schwangerschaftsabbruch 1: Einführung; Peter Singers Position

    In dieser Episode geht es um ein sehr kontroverses und emotional aufgeladenes Thema: Schwangerschaftsabbrüche. Ich beginne mit einer ganzen Reihe von (notwendigen!) Vorbemerkungen. Danach stelle ich Peter Singers zentralen Gedankengang zum Thema „Abtreibung“ vor. Weitere Aspekte (auch: Gegenargumente) werden in den nächsten Episoden folgen.

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    Literatur:

  • 51 Tierethik ­– der lange Abschied vom Steak 

    Ethik bedeutet für Peter Singer, dass gleiche Interessen auch gleiches Gewicht haben müssen. Wenn das stimmt, dann ist unsere Fleischproduktion ein massives Unrecht: Tiere wollen genauso wenig gequält werden wie wir. Wenn wir ihre Interessen einfach übersehen, sind wir: „Speziesisten“. Was es damit auf sich hat, erkläre ich in dieser Episode zur angewandten Ethik.

    Als Gegenposition ziehen wir Immanuel Kant heran. Seine Ethik räumt Tieren tendenziell deutlich weniger Rechte ein als Menschen.

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    Literatur: