Category: kategorischer Imperativ

  • 109 John Rawls‘ Gerechtigkeitstheorie 1: Schleier des Nicht-Wissens

    Wie kommen wir zu „gerechten“ Regeln für die Gesellschaft? Das ist die zentrale Frage in John Rawls „Theorie der Gerechtigkeit“ (1971). Und seine Antwort baut auf einem berühmten Gedankenexperiment auf, dem Schleier des Nicht-Wissens.

    Wie dieses Gedankenexperiment funktioniert und warum es die Antwort auf die Frage sein soll, darum geht es in der heutigen Episode. 

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  • 100c (Jubiläum) Gott. Kant. Ende (der Welt).

    Im letzten Teil meines Podcast-Jubiläums geht es um drei Hörerfragen zur Metaphysik (im weitesten Sinne). 

    Erstens: Gibt es einen Punkt, an dem sich Religion, Wissenschaft und Philosophie treffen? Ich lese dazu Ronald Dworkin, bin aber nicht restlos überzeugt. Zweitens: Wie kann Gott das Leid zulassen? Kant macht mit der Frage kurzen Prozess und bietet anschließend trotzdem eine Lösung an (sort of…). Drittens: Was sagt Philosophie über das Ende der Welt? Auch hier fragen wir Kant, und der antwortet uns: Die Menschheit betrachtet sich selbst als eine Art Netflix-Serie.

    Viel Vergnügen!

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    Literatur:

    Ronald Dworkin, Religion ohne Gott, Berlin 3. Aufl. 2014 (bezahlter Link)

    Immanuel Kant, “Über das Misslingen aller philosophischen Versuche in der Theodizee”, in: Denken wagen, Ditzingen 7. Aufl. 2017, S. 37–59 (bezahlter Link)

    Immanuel Kant, “Das Ende aller Dinge”, ebd., S. 60–77

  • 100b (Jubiläum) All you can Ethik

    Zu meiner 100. Episode gab es einen bunten Strauß an Einsendungen. Vielen Dank! In der heutigen Episode habe ich Fragen zur Ethik gebündelt: Gibt es eine Pflicht, Andere zu „Ertragen“? Welche Rolle spielt unser Gewissen? Was ist ein wirksames Argument? Wie viele Arten Utilitarismus gibt es? 

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    Literatur: (bezahlte Links)

    Arthur Schopenhauer, Die Kunst, Recht zu behalten, Berlin 2012 (bezahlter Link)

    Peter Singer, Praktische Ethik, Stuttgart NA 1994 (bezahlter Link)

  • 83 (Vortrag) Kant rettet die Welt: In drei Schritten zum ewigen Frieden

    In der Staatstheorie geht es um die Frage, wie Menschen miteinander leben sollen. Es geht aber auch, sozusagen eine Ebene „höher“, darum, wie Staaten miteinander leben können. Genau das ist das Thema von Kants Schrift „Zum Ewigen Frieden“, einem kleinen, aber visionären Buch von 1795. 

    Über dieses Buch habe ich im Sommer 2024 einen Vortrag gehalten und den größten Teil dieses Vortrags präsentiere ich in der heutigen Episode. Kant hat sich nichts geringeres vorgenommen als den Weltfrieden. Seine drei „Definitivartikel“ zeichnen konkrete Schritte in diese Richtung. Ich leite sie schrittweise aus der Theorie des Gesellschaftsvertrags her und überprüfe sie auf Chancen und Grenzen. 

    +++ Neuausgabe mit überarbeiteter Tonqualität +++

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    Literatur:

    Immanuel Kant, Zum ewigen Frieden, NA Stuttgart 1984 (bezahlter Link)

    Otfried Höffe, Demokratie im Zeitalter der Globalisierung, München 1999 (bezahlter Link)

  • 62 Das Prinzip Verantwortung: Klimaethik (und Technikethik) mit Hans Jonas

    Die moderne Technik führt dazu, dass unser Handeln massive Folgen für die Menschen Jahrhunderte in der Zukunft haben kann. Beispiele dafür sind die Klimakrise oder auch die Risiken der Atomkraft. Hans Jonas war überzeugt, dass die traditionelle Ethik mit diesem Problem überfordert ist – damit meint er insbesondere Immanuel Kant und den kategorischen Imperativ. 

    In der heutigen Episode zeige ich, worin für Jonas das ethische Problem besteht und wie er es lösen will. Zuletzt ordne ich auch seine Position kritisch ein.

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    Literatur:

  • 61 Menschenwürde nach Kant und Flüchtlinge auf hoher See 

    Gerald Knaus hat ein sehr lesenswertes Buch über Schwierigkeiten und Lösungen in der Flüchtlingspolitik geschrieben. Darin geht es auch um die australische Strategie, Schutzsuchende regelrecht „wegzusperren“, um andere davon abzuhalten, in die Boote zu steigen. Ist das moralisch gerechtfertigt? Knaus zieht einen sehr interessanten Vergleich zum Trolley-Problem, das du vielleicht noch aus Episode 35 dieses Podcasts kennst. 

    In dieser Episode stoßen wir wieder auf Kants Menschheitszweckformel. Was genau folgt aus der Menschenwürde für die Rechte von Flüchtlingen? 

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    Literatur

    Gerald Knaus, Welche Grenzen brauchen wir? München 2023 (bezahlter Link)

    Anna-Lena Abbott, “Die Schande von Manus“, in: Spiegel Online 9.11.2017

    Philip Banse / Gerald Knaus: “Wie die EU Geflüchtete aufnehmen und ihre Grenzen schützen kann“, in: Das Interview 85, 17.3.2020

  • 57 Sterbehilfe 2: Kants Position

    Sterbehilfe zu leisten bedeutet, jemanden zu töten, um ihm / ihr zu helfen. In der Ethik Immanuel Kants ist das Helfen einerseits geboten, das Töten andererseits verboten. Diese beiden Regeln sind für ihn aber nicht gleichwertig. Aus der inneren Logik des kategorischen Imperativs folgt, dass Kant Sterbehilfe grundsätzlich ablehnen würde.

    In der heutigen Episode lernen wir seine Argumentation dazu in verschiedenen Varianten kennen. 

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    Literatur:

  • 51 Tierethik ­– der lange Abschied vom Steak 

    Ethik bedeutet für Peter Singer, dass gleiche Interessen auch gleiches Gewicht haben müssen. Wenn das stimmt, dann ist unsere Fleischproduktion ein massives Unrecht: Tiere wollen genauso wenig gequält werden wie wir. Wenn wir ihre Interessen einfach übersehen, sind wir: „Speziesisten“. Was es damit auf sich hat, erkläre ich in dieser Episode zur angewandten Ethik.

    Als Gegenposition ziehen wir Immanuel Kant heran. Seine Ethik räumt Tieren tendenziell deutlich weniger Rechte ein als Menschen.

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    Literatur:

  • 49 Allgemeine Ethik – eine viel zu kurze Zusammenfassung

    In dieser Episode fasse ich die letzten 20 Einheiten zur Ethik zusammen und gehe abschließend nochmals auf Stärken und Schwächen aller behandelten Positionen ein: Kulturrelativismus, Aristoteles, Bentham, Kant, Schopenhauer. 

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    Literatur:

    Michael Quante, Einführung in die Allgemeine Ethik

  • 47 Wieviel Menschenwürde darf’s denn sein? Kants Menschheitszweckformel in der Kritik

    Immanuel Kants Begründung für die Menschenwürde hat gleich zwei Vorteile: Sie ist philosophisch genau durchdacht und macht gleichzeitig ziemlich konkrete Vorgaben für die Praxis. Wenn sie wirklich funktioniert, dann ermöglicht sie uns ein Leben in Frieden und Freiheit. 

    Aber wie weit trägt dieses Konzept eigentlich? Haben überhaupt genügend Leute Würde, wenn wir Kant folgen? Oder vielleicht sogar zu viele?

    (CN Gewalt) In dieser Episode diskutiere ich unter anderem den Fall „Jakob von Metzler“ von 2002: Durfte die Polizei einem Menschen Folter androhen, um ein Menschenleben zu retten? Der Fall geht unter die Haut – und verlangt uns ethisch wirklich alles ab. 

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    Literatur:

    Michael Sandel, Justice: Torture and human dignity