Category: Kant

  • 61 Menschenwürde nach Kant und Flüchtlinge auf hoher See 

    Gerald Knaus hat ein sehr lesenswertes Buch über Schwierigkeiten und Lösungen in der Flüchtlingspolitik geschrieben. Darin geht es auch um die australische Strategie, Schutzsuchende regelrecht „wegzusperren“, um andere davon abzuhalten, in die Boote zu steigen. Ist das moralisch gerechtfertigt? Knaus zieht einen sehr interessanten Vergleich zum Trolley-Problem, das du vielleicht noch aus Episode 35 dieses Podcasts kennst. 

    In dieser Episode stoßen wir wieder auf Kants Menschheitszweckformel. Was genau folgt aus der Menschenwürde für die Rechte von Flüchtlingen? 

    [podcast_subscribe id=”59″]

    Literatur

    Gerald Knaus, Welche Grenzen brauchen wir? München 2023 (bezahlter Link)

    Anna-Lena Abbott, “Die Schande von Manus“, in: Spiegel Online 9.11.2017

    Philip Banse / Gerald Knaus: “Wie die EU Geflüchtete aufnehmen und ihre Grenzen schützen kann“, in: Das Interview 85, 17.3.2020

  • 57 Sterbehilfe 2: Kants Position

    Sterbehilfe zu leisten bedeutet, jemanden zu töten, um ihm / ihr zu helfen. In der Ethik Immanuel Kants ist das Helfen einerseits geboten, das Töten andererseits verboten. Diese beiden Regeln sind für ihn aber nicht gleichwertig. Aus der inneren Logik des kategorischen Imperativs folgt, dass Kant Sterbehilfe grundsätzlich ablehnen würde.

    In der heutigen Episode lernen wir seine Argumentation dazu in verschiedenen Varianten kennen. 

    [podcast_subscribe id=”59″]

    Literatur:

  • 51 Tierethik ­– der lange Abschied vom Steak 

    Ethik bedeutet für Peter Singer, dass gleiche Interessen auch gleiches Gewicht haben müssen. Wenn das stimmt, dann ist unsere Fleischproduktion ein massives Unrecht: Tiere wollen genauso wenig gequält werden wie wir. Wenn wir ihre Interessen einfach übersehen, sind wir: „Speziesisten“. Was es damit auf sich hat, erkläre ich in dieser Episode zur angewandten Ethik.

    Als Gegenposition ziehen wir Immanuel Kant heran. Seine Ethik räumt Tieren tendenziell deutlich weniger Rechte ein als Menschen.

    [podcast_subscribe id=”59″]

    Literatur:

  • 49 Allgemeine Ethik – eine viel zu kurze Zusammenfassung

    In dieser Episode fasse ich die letzten 20 Einheiten zur Ethik zusammen und gehe abschließend nochmals auf Stärken und Schwächen aller behandelten Positionen ein: Kulturrelativismus, Aristoteles, Bentham, Kant, Schopenhauer. 

    [podcast_subscribe id=”59″]

    Literatur:

    Michael Quante, Einführung in die Allgemeine Ethik

  • 47 Wieviel Menschenwürde darf’s denn sein? Kants Menschheitszweckformel in der Kritik

    Immanuel Kants Begründung für die Menschenwürde hat gleich zwei Vorteile: Sie ist philosophisch genau durchdacht und macht gleichzeitig ziemlich konkrete Vorgaben für die Praxis. Wenn sie wirklich funktioniert, dann ermöglicht sie uns ein Leben in Frieden und Freiheit. 

    Aber wie weit trägt dieses Konzept eigentlich? Haben überhaupt genügend Leute Würde, wenn wir Kant folgen? Oder vielleicht sogar zu viele?

    (CN Gewalt) In dieser Episode diskutiere ich unter anderem den Fall „Jakob von Metzler“ von 2002: Durfte die Polizei einem Menschen Folter androhen, um ein Menschenleben zu retten? Der Fall geht unter die Haut – und verlangt uns ethisch wirklich alles ab. 

    [podcast_subscribe id=”59″]

    Literatur:

    Michael Sandel, Justice: Torture and human dignity

  • 46 Kants Ethik 7: Herleitung der Menschenwürde aus dem kategorischen Imperativ

    Es gibt ein paar „rote Linien“, die sich viele für die Ethik wünschen – zum Beispiel die „Menschenwürde“. Wir dürfen Menschen anscheinend nicht wie Sachen behandeln. Das wäre „entwürdigend“, oder auch: „menschen-verachtend“.

    Aber warum? Was genau ist die Menschenwürde und, vor allem: Wie kann man sie begründen? Dazu hat Immanuel Kant einiges zu sagen. Eine Version des kategorischen Imperativs ist die „Menschheitszweckformel“, die ich in der heutigen Episode erkläre. 

    Kants Texte sind hier sehr dicht und anspruchsvoll – aber mit dem Vorwissen aus den letzten Episoden lassen sie sich auf jeden Fall entschlüsseln.

    [podcast_subscribe id=”59″]

    Literatur:

    Immanuel Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten

    Doku: “Europas dreckige Ernte” (BR)

  • 45 Kants Ethik 6: Chancen und Probleme (Besuch von der Gestapo)

    Klare Regeln für alle: Das verspricht der kategorische Imperativ. In dieser Episode beleuchte ich Kants Ethik nochmals kritisch von mehreren Seiten. Welche unserer Erwartungen an Ethik erfüllt sie? Und wo stecken Probleme? 

    [podcast_subscribe id=”59″]

    Literatur

    Immanuel Kant, Über ein vermeintes Recht, aus Menschenliebe zu lügen (Volltext bei Zeno.org)

    Immanuel Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten

  • 44 Kants Ethik 5: Anwendung des kategorischen Imperativs

    „Handle so, dass du wollen kannst, dass die Maxime deines Handelns als allgemeines Gesetz gelte.“ Das ist Immanuel Kants Weltformel für die Ethik, der berühmte kategorische Imperativ. Aber angenommen, das stimmt: Was heißt das überhaupt? Wie treffe ich mit dieser Regel konkrete moralische Entscheidungen? 

    Das zeige ich in dieser Episode anhand von Kants eigenen Beispielen. Dabei lernen wir zwei Arten von Pflichten kennen: vollkommene und unvollkommene. 

    [podcast_subscribe id=”59″]

    Literatur:

    Immanuel Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten

  • 43 Kants Ethik 4: Herleitung des kategorischen Imperativs aus einer Tüte Gummibärchen

    Der kategorische Imperativ ist Kants Antwort auf die Frage, wann eine Handlung moralisch richtig ist: „Handle so, dass du wollen kannst, dass die Maxime deines Handelns als allgemeines Gesetz gelte.“ 

    Aber was genau heißt das überhaupt und wie begründet Kant diese Formel? Darum geht es in der heutigen Episode. Außerdem gibt es Gummibärchen.

    [podcast_subscribe id=”59″]

    Literatur

    Immanuel Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten

  • 42 Kants Ethik 3: Pflicht und Neigung

    In der vergangenen Episode hat Kant uns erklärt, dass nur unsere Absichten moralisch entscheidend sind: Eine Handlung ist gut, wenn der Wille gut ist. Wann aber ist ein Wille „gut“? Darum geht es in der heutigen Episode. Für Kant gibt es nur zwei Dinge, die unseren Willen bestimmen können: Pflicht und Neigung. In diese Unterscheidung führe ich mithilfe von Kants eigenen Beispielen ein.  

    [podcast_subscribe id=”59″]

    Literatur

    Immanuel Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten