Category: Gewalt

  • 103 Krieg und Konflikt 2: Pazifismus

    Wie sollen wir uns gegen Gewalt wehren? Dass wir uns irgendwie verteidigen müssen, ist anscheinend klar. Aber wie viel Gewalt dürfen wir selbst dabei anwenden? 

    Der Pazifismus behauptet: am besten gar keine. Gewalt macht die Welt schlechter. Bertrand Russell entwickelt darum das Konzept vom „passiven Widerstand“. Wie das aussehen könnte und wie gut das in der Praxis funktionieren könnte – darum geht es in der heutigen Episode. Am Rande lesen wir auch Olaf Müller, der sich gegen Waffenlieferungen an die Ukraine ausspricht.

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    Literatur:

    Literatur

    Bertrand Russell, “Passiver Widerstand”, in: Krieg. Philosophische Texte von der Antike bis zur Gegenwart, hrsg. von Michael Czelinski und Jürgen Stenzel, Stuttgart 2004, S. 94–98

    Olaf Müller, “Massive Aufrüstung? Besser wäre ziviler Widerstand”, in: Der Spiegel 24.6. 2025, Link

  • 102  Krieg und Konflikt 1: Einführung

    Krieg ist eine gigantische Sammlung von Leid und Unrecht. Da sind sich die allermeisten Menschen einig, auch in der Philosophie. Viel besser wäre es, die Staaten könnten ihre Angelegenheiten friedlich regeln, so wie Kant sich das vorgestellt hat (vgl. Episode #83). 

    Leider sieht die Wirklichkeit aber (noch) anders aus. Wie sollen wir auf Gewalt reagieren? Um diese Frage geht es in meiner kleinen Mini-Serie zu Krieg und Konflikt. In der heutigen Episode stelle ich zwei Grundpositionen vor: Den Pazifismus und die Lehre vom „gerechten Krieg“. In den nächsten zwei Episoden werden wir uns beide Seiten genauer ansehen. 

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    Literatur:

    Carl von Clausewitz, “Was ist der Krieg?”, in: Vom Kriege, hrsg. von Ulrich Marwedel, Stuttgart 1980

    Thomas von Aquin, “Über das Erlaubtsein des Krieges”, in: Summa theologica II.II

    Ernst Tugendhat, “Pazifismus und berechtigter Krieg”, in: H.-L. Ollig (Hrsg.), Philosophie als Zeitdiagnose. Ansätze der deutschen Gegenwartsphilosophie, Darmstadt 1991

    (alle abgedruckt in Krieg. Philosophische Texte von der Antike bis zur Gegenwart, hrsg. von Michel Czelinski und Jürgen Stenzel, Stuttgart 2004)

    Seth Lazar, “War”, in: Stanford Encyclopedia of Philosophy (Link)

  • 101 Hannah Arendt über Macht und Gewalt

     „Macht“ und „Gewalt“ sind Schlüsselbegriffe der Staatstheorie. Und auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob beide das gleiche beschreiben: Gewalt wäre dann sozusagen die „konkrete“ Form von Macht. 

    Hannah Arendt sieht das ganz anders: Gewalt und Macht sind zwei Paar Schuhe, sie sind gewissermaßen sogar Gegensätze. Warum das so ist und was daraus folgt, das zeige ich in dieser Episode. 

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    Literatur:

    Hannah Arendt, Macht und Gewalt, München 1970, NA 2024 (bezahlter Link)