Category: Freiheit

  • 88 Rousseaus Staatstheorie 3: Gesellschaftsvertrag (öffentlicher und privater Kevin)

    Jean-Jacques Rousseau beginnt sein Buch „Vom Gesellschaftsvertrag“ mit folgendem Problem: Wenn wir schon gezwungen sind, in einer Gesellschaft zu leben, wie können wir dann trotzdem möglichst frei sein? Die Lösung des Problems ist ein Gesellschaftsvertrag, in dem sich alle dem „Gemeinwillen“ verpflichten. 

    Warum das die Lösung ist und wie das ungefähr aussehen soll, davon handelt die heutige Episode. Außerdem fragen wir uns, ob es schön ist, Steuern zu zahlen.

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    Literatur

    Jean-Jacques Rousseau, Vom Gesellschaftsvertrag, NA Stuttgart 2011 (bezahlter Link)

    Günther Mensching, Rousseau zur Einführung Hamburg 32010 (bezahlter Link)

  • 87 Rousseaus Staatstheorie 2: Ende des Naturzustands (Eigentum als Sündenfall)

    Der Philosoph Jean-Jacques Rousseau behauptete: Im Naturzustand, in einem Zustand ohne Staat und Gesellschaft, würde der Mensch ein sehr einfaches, aber genau deswegen auch sehr glückliches Leben führen. Aber wenn das so ist – warum bleiben wir dann nicht einfach im Naturzustand?

    Um diese Frage geht es in der heutigen Episode. Rousseau sieht in der Entstehung des Privateigentums eine Art „Sündenfall“, der den Menschen aus dem Paradies des Naturzustands vertrieben hat. Nebenbei lesen wir ein wenig in der Bibel und in den Bestsellern von Y.N. Harari. 

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    Literatur:

    Jean-Jacques Rousseau, Abhandlung über die Ungleichheit unter den Menschen, NA Ditzingen 2023 (bezahlter Link)

    Günther Mensching, Rousseau zur Einführung Hamburg 3. Aufl. 2010 (bezahlter Link)

    Yuval Noah Harari, Eine kurze Geschichte der Menschheit, München 2015 (bezahlter Link)

    Yuval Noah Harari, Homo Deus, München 2017 (bezahlter Link)

  • 81 John Lockes Staatstheorie 4: Chancen und Grenzen

    Der Philosoph John Locke begründet einen liberalen Rechtsstaat: Kernaufgaben des Staates sind der Schutz von Freiheit und Eigentum. Der Staat muss sich an bestimmte Grundregeln halten, ansonsten haben die Menschen ein Recht auf Widerstand. 

    In der heutigen Episode fasse ich Lockes Staatstheorie nochmal kurz zusammen und untersuche anschließend Stärken und Schwächen dieses Modells. 

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    Literatur:

    John Locke, Zwei Abhandlungen über die Regierung, Frankfurt a.M. 1977 (bezahlter Link)

    Walter Eucher, John Locke zur Einführung, Hamburg 2011 (bezahlter Link)

  • 80 John Lockes Staatstheorie 3: Gesellschaftszustand (We the people)

    Der Staat hat laut John Locke eine klare Aufgabe: Er soll die Freiheit und das Eigentum der einzelnen Menschen schützen. „Klare Aufgabe“ heißt: Es gibt durchaus Dinge, für die der Staat ausdrücklich nichtzuständig ist. Laut Locke haben die Bürger:innen sogar ein Widerstandsrecht, wenn der Staat übergriffig wird. 

    Warum das so ist, erkläre ich in der heutigen Episode. Wir spüren Lockes Ideen in der US-Verfassung auf, aber auch im deutschen Grundgesetz.

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    Literatur:

    John Locke, Zwei Abhandlungen über die Regierung, Frankfurt a.M. 1977 (bezahlter Link)

    Walter Eucher, John Locke zur Einführung, Hamburg 2011 (bezahlter Link)

  • 79 John Lockes Staatstheorie 2: Gesellschaftsvertrag (Ein Staat – Drei Gewalten)

    Im Naturzustand sind nach John Locke alle Menschen dafür verantwortlich, das Gesetz durchzusetzen. Das funktioniert allerdings mehr schlecht als recht: Es fehlen erstens eine genaue Festlegung dieses Gesetzes, zweitens unparteiische Richter und drittens Leute, die wirklich in der Lage sind, Verbrecher zu bestrafen. 

    Aus genau diesen Mängeln des Naturzustands entsteht bei Locke der Gesellschaftsvertrag. Details dazu erläutere ich in dieser Episode; am Rande geht es außerdem um Reichsbürger.

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    Literatur:

    John Locke, Zwei Abhandlungen über die Regierung Frankfurt a.M. 1977 (bezahlter Link)

    Walter Euchner, John Locke zur Einführung, Hamburg 2011 (bezahlter Link)

  • 71 Anarchie: stressfrei ohne Regierung?

    Wenn der Mensch ohne Staat gut klarkommt, dann wäre es eigentlich besser, auf Staat, Herrschaft und so weiter ganz zu verzichten. Das ist jedenfalls die Überzeugung von Anarchisten wie Michail Bakunin und Peter Kropotkin.

    In dieser Episode werde ich das (optimistische) Menschenbild hinter dieser Theorie zunächst verteidigen. Wenn wir das Modell konsequent durchspielen, stoßen wir aber trotzdem auf ziemlich große Schwierigkeiten.

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    Literatur:

    Christoph Horn, Einführung in die politische Philosophie, Darmstadt 2012

  • 56 Sterbehilfe 1: Einführung

    Wenn ein Mensch extrem leidet – hat er dann ein Recht zu sterben? Und wenn ja: Hat er ein Recht darauf, dabei Hilfe zu bekommen? Mit diesen Fragen starte ich eine Mini-Reihe zur Sterbehilfe. 

    In der heutigen Episode fasse ich die rechtliche Situation in Deutschland kurz zusammen und zeige die dahinter liegenden moralischen Probleme auf. Ethische Antwortversuche folgen dann in den nächsten Episoden.

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    Literatur:

    Dialika Neufeld, Herr Engel beschließt zu sterben, in: Der SPIEGEL 8.9. 2016

    Ralf J. Jox, Sterbehilfe (Bundeszentrale für politische Bildung 2018)

    Thomas Schramme, Sterbehilfe (Vortrag Uni Hamburg 2010)

  • 46 Kants Ethik 7: Herleitung der Menschenwürde aus dem kategorischen Imperativ

    Es gibt ein paar „rote Linien“, die sich viele für die Ethik wünschen – zum Beispiel die „Menschenwürde“. Wir dürfen Menschen anscheinend nicht wie Sachen behandeln. Das wäre „entwürdigend“, oder auch: „menschen-verachtend“.

    Aber warum? Was genau ist die Menschenwürde und, vor allem: Wie kann man sie begründen? Dazu hat Immanuel Kant einiges zu sagen. Eine Version des kategorischen Imperativs ist die „Menschheitszweckformel“, die ich in der heutigen Episode erkläre. 

    Kants Texte sind hier sehr dicht und anspruchsvoll – aber mit dem Vorwissen aus den letzten Episoden lassen sie sich auf jeden Fall entschlüsseln.

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    Literatur:

    Immanuel Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten

    Doku: “Europas dreckige Ernte” (BR)

  • 27 Stoizismus: Gelassenheit macht frei

    Unglücklich werden wir, wenn die Welt nicht funktioniert, wie wir uns das wünschen – wenn unsere Erwartungen enttäuscht werden. Der sogenannte Stoizismus schlägt vor: Wenn du die Welt schon nicht ändern kannst, dann ändere deine Erwartungen. Arbeite an dir selbst und ertrage den Rest geduldig, denn alles kommt, wie es kommen muss.

    Ob so eine Einstellung uns heute wirklich weiterbringt und wie das überhaupt funktionieren soll, das ergründe ich in dieser Episode. Und heute geht es ausnahmsweise (!) auch kurz um Corona.

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    Literatur:

    Wolfgang Weinkauf (Hrsg.): Die Philosophie der Stoa. Ausgewählte Texte

    Anna Schriefl: Stoische Philosophie: Eine Einführung

  • 25 Platon, Teil 2: Leben im Einklang / Dreiklang

    Für Platon ist ein Leben gerecht, wenn die Teile der Seele in der richtigen Ordnung zueinander stehen. Diese Idee wird in der heutigen Episode in ein paar Bilder verpackt: Musik und Medizin. 

    Im Anschluss betrachten wir Platons Konzept nochmal kurz im Gesamtbild und stellen ein paar kritische Fragen.

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