Category: Ethik

  • 100b (Jubiläum) All you can Ethik

    Zu meiner 100. Episode gab es einen bunten Strauß an Einsendungen. Vielen Dank! In der heutigen Episode habe ich Fragen zur Ethik gebündelt: Gibt es eine Pflicht, Andere zu „Ertragen“? Welche Rolle spielt unser Gewissen? Was ist ein wirksames Argument? Wie viele Arten Utilitarismus gibt es? 

    [podcast_subscribe id=”59″]

    Literatur: (bezahlte Links)

    Arthur Schopenhauer, Die Kunst, Recht zu behalten, Berlin 2012 (bezahlter Link)

    Peter Singer, Praktische Ethik, Stuttgart NA 1994 (bezahlter Link)

  • 60 Die Flüchtlingskrise von 2015/16: Ein philosophischer Rückblick

    Über Migration und Asylpolitik ist in den letzten Jahren in Deutschland ziemlich heftig gestritten worden. Auslöser war die sog. Flüchtlingskrise von 2015/16, als über eine Million Menschen innerhalb kurzer Zeit nach Deutschland gekommen sind, in Hoffnung auf ein besseres Leben. Die Fragen lauten seitdem: Wen sollten wir aufnehmen und wen nicht? Wie groß sind überhaupt unsere „Kapazitäten?“ 

    Die Deutsche Gesellschaft für Analytische Philosophie hat bereits im Krisenjahr einen Aufsatzwettbewerb zu genau diesem Thema ausgeschrieben. Herausgekommen ist ein Sammelband mit sehr unterschiedlichen Texten. Vier davon stelle ich in der heutigen Episode vor. 

    [podcast_subscribe id=”59″]

    Literatur:

    Thomas Grundmann und Achim Stephan (Hrsg.), Welche und wie viele Flüchtlinge sollten wir aufnehmen?, Stuttgart 20126

  • 57 Sterbehilfe 2: Kants Position

    Sterbehilfe zu leisten bedeutet, jemanden zu töten, um ihm / ihr zu helfen. In der Ethik Immanuel Kants ist das Helfen einerseits geboten, das Töten andererseits verboten. Diese beiden Regeln sind für ihn aber nicht gleichwertig. Aus der inneren Logik des kategorischen Imperativs folgt, dass Kant Sterbehilfe grundsätzlich ablehnen würde.

    In der heutigen Episode lernen wir seine Argumentation dazu in verschiedenen Varianten kennen. 

    [podcast_subscribe id=”59″]

    Literatur:

  • 56 Sterbehilfe 1: Einführung

    Wenn ein Mensch extrem leidet – hat er dann ein Recht zu sterben? Und wenn ja: Hat er ein Recht darauf, dabei Hilfe zu bekommen? Mit diesen Fragen starte ich eine Mini-Reihe zur Sterbehilfe. 

    In der heutigen Episode fasse ich die rechtliche Situation in Deutschland kurz zusammen und zeige die dahinter liegenden moralischen Probleme auf. Ethische Antwortversuche folgen dann in den nächsten Episoden.

    [podcast_subscribe id=”59″]

    Literatur:

    Dialika Neufeld, Herr Engel beschließt zu sterben, in: Der SPIEGEL 8.9. 2016

    Ralf J. Jox, Sterbehilfe (Bundeszentrale für politische Bildung 2018)

    Thomas Schramme, Sterbehilfe (Vortrag Uni Hamburg 2010)

  • 54 Schwangerschaftsabbruch 3: Thomsons kranker Geiger

    In den bisherigen Episoden zum Thema Abtreibung haben wir uns vor allem mit der Frage beschäftigt, ob ein menschlicher Fötus dieselben Lebensrechte hat wie ein erwachsener Mensch. Wenn ja, dann schien das ja dagegen zu sprechen, dass Schwangerschaften abgebrochen werden dürfen – oder? 

    Judith Jarvis Thomson hat in ihrem wegweisenden Aufsatz „A Defense of Abortion“ gegen diesen Zusammenhang argumentiert: Ihr zufolge begründet kein noch so klares Recht auf Leben das Recht auf den Körper einer anderen Person. 

    [podcast_subscribe id=”59″]

    Literatur:

    Judith Jarvis Thomson, “A Defense of Abortion“, in: Philosophy and Public Affairs 1/1 (1971), S. 47–66

  • 53 Schwangerschaftsabbruch 2 – SKIP-Argumente vs Peter Singer

    Der Ethiker Peter Singer hält Abtreibungen in sehr vielen Fällen für unproblematisch, siehe die letzte Episode. Es gibt aber auch Argumente für den Schutz des menschlichen Embryos oder Fötus. Die bekanntesten vier sind die „SKIP-Argumente“, benannt nach den Anfangsbuchstaben: Spezies, Kontinuität, Identität, Potenzialität. Sie versuchen zu zeigen, dass die Lebensrechte erwachsener Menschen aus bestimmten Gründen auch für die ersten Phasen des menschlichen Lebewesens gelten müssen. 

    In dieser Episode stelle ich alle vier Argumente kurz vor (leider in der falschen Reihenfolge, das ist mir erst nachher aufgefallen…). Außerdem konfrontiere ich sie mit einer Replik (Antwort) aus der Sicht Peter Singers. 

    [podcast_subscribe id=”59″]

    Literatur:

  • 51 Tierethik ­– der lange Abschied vom Steak 

    Ethik bedeutet für Peter Singer, dass gleiche Interessen auch gleiches Gewicht haben müssen. Wenn das stimmt, dann ist unsere Fleischproduktion ein massives Unrecht: Tiere wollen genauso wenig gequält werden wie wir. Wenn wir ihre Interessen einfach übersehen, sind wir: „Speziesisten“. Was es damit auf sich hat, erkläre ich in dieser Episode zur angewandten Ethik.

    Als Gegenposition ziehen wir Immanuel Kant heran. Seine Ethik räumt Tieren tendenziell deutlich weniger Rechte ein als Menschen.

    [podcast_subscribe id=”59″]

    Literatur:

  • 50 Peter Singer – Personen und das Recht auf Leben

    Auf der Welt gibt es ziemlich viele lebendige Wesen – anscheinend haben aber nicht alle dasselbe Recht auf ihr Leben. Pflanzen haben vermutlich ziemlich wenig Rechte, erwachsene Menschen dagegen ziemlich viele. Aber was ist mit Tieren, mit menschlichen Embryonen und so weiter? Wer hat wieviel Recht auf Leben und warum überhaupt?

    Um solche Fragen geht es in Peter Singers Buch Praktische Ethik. In dieser Episode stelle ich seinen Personen-Begriff vor, der zentrale Bedeutung für Singers Ethik hat. Gleichzeitig schlage ich damit die Brücke von der Allgemeinen Ethik (Episoden #29–49) in die angewandte Ethik. 

    [podcast_subscribe id=”59″]

    Literatur:

    Peter Singer, Praktische Ethik

  • 49 Allgemeine Ethik – eine viel zu kurze Zusammenfassung

    In dieser Episode fasse ich die letzten 20 Einheiten zur Ethik zusammen und gehe abschließend nochmals auf Stärken und Schwächen aller behandelten Positionen ein: Kulturrelativismus, Aristoteles, Bentham, Kant, Schopenhauer. 

    [podcast_subscribe id=”59″]

    Literatur:

    Michael Quante, Einführung in die Allgemeine Ethik

  • 48 Eine Runde Mitleid. Exkurs zur Ethik Arthur Schopenhauers

    Im Zentrum von Arthur Schopenhauers Ethik steht ein Gefühl: Das Mitleid. Über die Theorie der Moral zu fachsimpeln ist Schopenhauer zu wenig: Wir müssen Menschen auch dazu kriegen, moralisch zu handeln. Und das, sagt er, funktioniert nur über Gefühle. 

    In dieser Episode skizziere ich kurz, was mit „Mitleid“ gemeint ist und diskutiere Vorteile und Nachteile dieser Ethik.

    [podcast_subscribe id=”59″]

    Literatur:

    Arthur Schopenhauer, Über die Freiheit des menschlichen Willens / Über die Grundlage der Moral