Author: Florian Kraemer

  • 14 Auswege aus dem Bewusstseins-Problem: Thomas Nagel versus Thomas Metzinger

    Die Diskussion, ob wir rein materielle Wesen sind, ist natürlich nicht bei Descartes und La Mettrie stehen geblieben. In dieser Episode thematisiere ich zwei aktuelle Positionen aus der Debatte. 

    Thomas Nagel vertritt den Eigenschaftsdualismus. Er bestreitet den materialistischen Reduktionismus. Trotzdem existiert ihm zufolge nur eine Substanz, die Materie, die aber grundverschiedene Arten von Eigenschaften hat.   

    Eine Gegenposition vertritt Thomas Metzinger in seinem Buch „Der Ego-Tunnel“.  Dort entwickelt er eine systematische Beschreibung des Bewusstseins aus materialistischer Perspektive. Das „Selbst“ ist ihm zufolge eine komplexe Simulation, die sich im Bewusstsein in mehreren Stufen vollzieht.

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    Literatur:

    Thomas Nagel, Was bedeutet das alles?

    Thomas Nagel, Geist und Kosmos

    Thomas Metzinger, Der Ego-Tunnel. Eine neue Philosophie des Selbst: Von der Hirnforschung zur Bewusstseinsethik

  • 13 Empfindsame Terminatoren und philosophische Zombies: Das Problem des Bewusstseins

    In dieser Episode vertiefe ich das Bewusstseinsproblem aus der letzten Folge anhand von zwei Beispielen aus dem Kino. 

    Erstens: Terminatoren. Haben sie ein Schmerz-Empfinden? Können sie sich die Außenwelt „vorstellen“? Oder reagieren sie nur darauf? Zweitens stelle ich David Chalmers‘ berühmtes Zombie-Argument vor, das den materialistischen Reduktionismus widerlegen soll.

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    Literatur

    (Film:) Terminator 2 – Judgement Day (Blu-Ray)

  • 12 Rätselhafte Schokolade: Grenzen des Materialismus

    Eine zentrale Herausforderung für den Materialismus besteht in der Frage, ob Geistiges wirklich auf Materielles zurückgeführt werden kann. Thomas Nagel, ein entschiedener Kritiker dieser Auffassung, hat die These vertreten, dass man „von außen“ niemals das erfassen kann, was in einem Bewusstsein „von innen“ vorgeht. 

    Besonders bekannt ist in diesem Zusammenhang Frank Jacksons Gedankenexperiment „Marys Zimmer“ – wobei die Philosophie inzwischen gar nicht mehr sicher ist, was genau dieses Experiment eigentlich zeigt…

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  • 11 Das materialistische Menschenbild nach La Mettrie

    Der französische Arzt und Philosoph Julien Offray de La Mettrie lebte in einer Zeit der großen wissenschaftlichen Entdeckungen: Der gesamte Kosmos, so schien es seit Newton, lässt sich allein durch Gesetze von Materie und Bewegung erklären – also auch der Mensch. Alles, was wir „Seele“ nennen, will der Materialist re-duzieren (das heißt: zurück-führen) auf Körperliches, also Materie. 

    Wie das funktionieren soll und was für den Materialismus spricht, skizziere ich in dieser Episode.

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    Literatur:

    Julien Offray de LaMettrie: Die Maschine Mensch

  • 10 Descartes zwischen den Stühlen: Schwierigkeiten des Dualismus

    Zu den zentralen Schwierigkeiten des Leib-Seele-Dualismus gehört die Frage, wie Geistiges und Materielles zusammenhängen können, wenn beides doch angeblich verschiedene Substanzen sind. 

    In dieser Episode geht es um einige der zentralen Einwände gegen Descartes. Es stellt sich heraus: die Sache mit der „Existenz“ des Denkens ist geradezu deprimierend kompliziert…

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  • 09 Träumende Schmetterlinge – Dualismus nach Descartes

    Der französische Philosoph René Descartes (1596–1650) war der Auffassung, dass Körper und Seele grundverschieden sind, zwei vollkommen unterschiedliche „Substanzen“. Diese Episode stellt zwei seiner Argumente vor. 

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    Literatur:

    Zhuangzi: Das Buch der daoistischen Weisheit, hrsg. von Günter Wohlfart

    René Descartes, Meditationen

  • 08 Wer ist dieser „Ich“ überhaupt? Körper und Seele, Einführung

    Aus Märchen und Fantasy kennen wir Personen, die in einen anderen Körper schlüpfen. Angenommen, das ginge: Wäre ich dann noch ich? Bin ich also jemand anders als mein Körper? 

    Diese Episode bildet einen Einstieg in ein neues Thema zwischen Anthropologie und Metaphysik. Ich diskutiere einige Grundbegriffe und zeige, warum diese Frage überhaupt wichtig sein könnte.

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    Hier findest Du eine Übersicht zum Thema, sowie zu den nächsten Episoden:

  • 07 Wer hat Angst vorm „Gender-Wahn“? Exkurs zu Judith Butler

    Können wir die Rolle als Frau oder Mann wirklich abstreifen? Diese Frage blieb in der letzten Episode offen – und sie ist ein Ausgangspunkt für Judith Butler, eine der bekanntesten (und umstrittensten!) Theoretikerinnen der aktuellen Gendertheorie.

    In dieser Episode stelle ich ihre Position vor und gehe der Frage nach, warum der Begriff „Gender“ eigentlich so ein Aufreger-Thema ist. 

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    Literatur:

    Judith Butler, Das Unbehagen der Geschlechter, Frankfurt./M. 1991 (bezahlter Link)

    Andreas Lebert und Kathrin Zeug: “Es ist eine Frage der Zeit, bis wir bei der Geburt kein Geschlecht mehr zugewiesen bekommen” [Interview mit Lann Hornscheidt], in: DIE ZEIT, 20.6. 2016

  • 06 Was ist eine „richtige“ Frau? Das Geschlechterverhältnis nach Simone de Beauvoir

    Zum Abschluss des Themenblocks „Natur und Kultur“ geht es um ein konkretes Beispiel: die Einteilung der Menschen in Männlein und Weiblein. Wer macht diese Einteilung und was macht sie mit uns?

    Wir fragen nochmals kurz Dawkins und Gehlen. Anschließend wenden wir uns Simone de Beauvoirs existenzialistischer Antwort zu, die erklärt, warum die Frau in der Vergangenheit immer das untergeordnete, „das Andere Geschlecht“ gewesen ist.

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    Literatur

    Simone de Beauvoir: Das andere Geschlecht. Sitte und Sexus der Frau, übs. von Uli Aumüller und Grete Osterwald, Hamburg 2000

    Kate Kirkpatrick: Simone de Beauvoir. Ein modernes Leben, München 2020 (bezahlter Link)

  • 05 Zur Freiheit verurteilt: Jean-Paul Sartre, Existenzialismus

    Sartre lehnt alle Festlegungen darauf, was „der“ Mensch „eigentlich“ ist, ab. Aus seiner Sicht kann das niemand wirklich definieren, nicht einmal Gott (!). Natur, Kultur: Alles das ist für ihn „Essenzialismus“. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Der Mensch existiert zuerst und muss dann selbst festlegen, was er eigentlich sein will.

    Ganz schön viel verlangt?

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    Literatur:

    Jean-Paul Sartre: Der Existenzialismus ist ein Humanismus, übs. von Werner Bökenkamp und Hans Georg Brenner, Hamburg 2000 (bezahlter Link)

    Jean-Paul Sartre: Das Sein und das Nichts. Versuch einer phänomenologischen Ontologie (= Philosophische Schriften Bd. 3), übs. von Hans Schöneberg, Hamburg 1993 (bezahlter Link)

    Martin Suhr, Jean-Paul Sartre zur Einführung, Hamburg 2023 (bezahlter Link)